Bericht in der Lokalpresse
RSIS im Westricher Rundschau
Mit einem großen Bericht in der Lokalpresse (Rheinpfalz - Westricher Rundschau) konnten wir auf uns Aufmerksam machen. Reporter Benjamin Ginkel war zuvor in unseren Räumlichkeiten um sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen.
Artikel: DIE RHEINPFALZ - NR. 246 (FREITAG, 23. OKTOBER 2009)
Neue Arbeitsplätze für die Region schaffen
ST. JULIAN: Auf dem Gelände des einstigen Fensterbauers Molter in Eschenau entsteht ein Gewerbepark – Am Sonntag offene Türen
Seit 2006 stehen die Gebäude des ehemaligen Fensterbauers Molter in Eschenau leer. Jetzt herrscht auf dem Gelände kurz vor Eschenau aber wieder emsiges Treiben: Ein Gewerbepark soll entstehen und wieder Leben in die Hallen, Bürogebäude und Verkaufsräume bringen. Das hoffen zumindest Florian Rihlmann und Tobias Schumacher, die sich um Aufbau und Vermarktung kümmern.
Mittlerweile sind die Bäume, die noch vor wenigen Tagen den Blick von der B 420 auf das Firmengelände vor Eschenau versperrten, gefällt. Die Straßen sind gekehrt, Unkraut gejätet. Auch die großen Molter-Schilder sollen in Kürze weichen und auf den neuen Namen aufmerksam machen: Gewerbepark Eschenau. „Eigentlich haben wir mit dem Namen Gewerbepark B 420 geliebäugelt“, verraten die jungen Geschäftsleute im Gespräch mit der RHEINPFALZ, „aber den gibt es schon in Meisenheim“. Im Auftrag von Herbert Molter, dem das Gelände gehört, machen sich Rihlmann und Schumacher nun auf die Suche nach Interessenten. Noch bevor es richtig losgeht, sind bereits drei Büros und eine Halle vermietet: Neben ihrer eigenen Firma RS Internet-Service sind ein Vermessungsbüro (eine Zweigstelle von VTData Ramstein) und ein Softwareentwickler (Netnexus IT-Services) eingezogen. Eine der Hallen belegt der Bioenergiehof, der sich der ofenfertigen Weiterverarbeitung von Brennholz in allen Variationen verschrieben hat (wir berichteten). Doch es seien noch genug Flächen frei, sind die beiden Unternehmer sicher: „Wir haben insgesamt etwa 5000 Quadratmeter Hallenfläche. Die Hallen sind je nach Bedarf flexibel abtrennbar.“ Zunächst gelte es, den Gewerbepark bekannt zu machen, mit Prospekten, einer Internetseite und dem gezielten Ansprechen von möglichen Geschäftspartnern, so Schumacher. Vor allem mit günstigen Preisen will man nach Eschenau locken: „Wir wollen dem Gelände hier wieder Leben einhauchen und die Bauwerke vor dem Verfall bewahren.“ Auf den Namen Molter soll aber weitestgehend verzichtet werden, stellen Rihlmann und Schumacher klar: „Der Name ist in der Region nicht nur positiv bekannt.“ Über die finanziellen Aufwendungen für das Projekt schweigen die beiden: „So viel Geld, wie man vielleicht vermutet, steckt nicht dahinter. Wir haben viel in Eigenleistung geschafft, vom Streichen der Büroräume bis hin zum Baumfällen.“ Wichtig sei es, dass das Gelände in Schuss gehalten werde, was momentan neben dem Tagesgeschäft sehr viel Zeit in Anspruch nehme. Doch das spiegele auch der Vertrag mit dem Besitzer wider, so Rihlmann, der die Arbeitszeit auf dem Gelände berücksichtige und die Miethöhe beeinflusse. Ein selbst gestecktes Ziel verraten die Geschäftsmänner dann auch noch: „Wir wollen in den kommenden zwei Jahren nach und nach alles auf Vordermann bringen und natürlich auch vermieten. Bestenfalls können wir hier Firmen ansiedeln, die expandieren und so neue Arbeitsplätze für die Region schaffen.“
Zur Sache: Die Firma RS Internet-Service
Seit Anfang Oktober sind sie nun zusammen in den Geschäftsräumen der ehemaligen Molter-Verwaltung: Florian Rihlmann und Tobias Schumacher. RS Internet-Service heißt ihre Firma, mit der sie einen Rundum- sorglos-Service anbieten wollen: „Unser Schwerpunkt liegt zwar auf Werbe- und Grafikdesign, aber wir kümmern uns natürlich auch um PC-Lösungen, Internetseiten und -anbindungen sowie Telefonanlagen – sowohl bei Privat- als auch bei Firmenkunden“, versichert Rihlmann. Der 28-jährige IT-Systemkaufmann ist bereits seit 2002 selbstständig, firmierte bis vor kurzem unter Rihlmann EDV Services. Für deren Kunden ändere sich nichts: „Ich bin weiterhin unter der gewohnten Rufnummer zu erreichen.“ Schon seit einigen Jahren arbeitet Rihlmann mit Schuhmacher zusammen: „Tobias hat mir anfangs hin und wieder ausgeholfen, daraus wurde dann nach und nach mehr.“ In der Gesellschaft bürgerlichen Rechts sind nun beide gleichberechtigte Partner. Während Rihlmann sich mehr auf die technischen Aspekte konzentriert, kümmert sich Schumacher um die Gestaltung von Internetseiten, Firmenlogos und Infoblättern. Ihr aktuell größtes Projekt ist der Bioenergiehof in der Halle nebenan: „Für den Bioenergiehof des Landkreises haben wir ein Komplettpaket zu stemmen. Das begann mit der Entwicklung eines Logos über die Erstellung von Infomaterialien bis hin zur Technik in der Halle, wie Telefonund Computeranlage.“ Gleich mit mehreren Druckereien habe man Kooperationen abgeschlossen, um sich möglichst viele Druckmöglichkeiten offen zu halten. Die neueste Entwicklung in dem Bereich sei die Möglichkeit zum digitalen Bedrucken verschiedener Oberflächen, erläutert Rihlmann. Partnerschaften mit führenden Handy- und Telefonanbietern seien selbstverständlich. Die bisher größten Projekte der jungen Firma nennt der gelernte Fachinformatiker Schumacher: „Neben den Internetseiten kuseler-fenster. de (regionales Fußballportal) und der Homepage der SCC Wendelsheim (ein unabhängiges Prüfinstitut) ist unser aktuelles Bioenergiehof- Projekt das bisher umfangreichste.“ Wegen Umzugs- und Renovierungsstress kommen die beiden Computerspezialisten zurzeit kaum zur Ruhe: „Unser Terminplan ist voll, bis zum Tag der offenen Tür am Sonntag gilt es noch einiges zu erledigen. Zumindest bis dahin sind unsere Ressourcen erschöpft.“
Bericht: Benjamin Ginkel

